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Geschichte und Links
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Die Geschichte:luftaufnahme_st_stefan

Die Gemeinde gehört zu den ältesten steirischen Bergbaugebieten. Sie hat 2.095 Einwohner (VZ 2001) und umfasst eine Fläche von 7.872 ha.

Das Gemeindegebiet besteht aus neun Ortsteilen: St.Stefan, Lobming, Greith, Lichtensteinerberg, Chromwerk, Niederdorf, Zmöllach, Preßnitz und Kaisersberg.

Seine Entstehung hat der Ort einer Brücke über die Mur - genannt "Brücke zum Hl. Stefan" - zu verdanken. Diese war der einzige Übergang zwischen Knittelfeld und Leoben. Um 860 n.Chr. werden in Schenkungsurkunden Gehöfte im heutigen Geimeindegebiet genannt und 927 finden wir die Ortsbezeichnung "Lobminichamundi" ( =Lobmingmündung). 1105 wird eine Kapelle vom Grafen Waldo von Rhein errichtet und 1155 kommt der Name "Goggendorf iuxta pontem Sancti Stephani" (= Dorf des gogo, Name eines bayr. Grundherrn) bei der Stefansbrücke vor. Der Name St. Stefan hält sich auch in der Zeit der slawischen Besiedelung "St. Stephanus Chrowat". Um 1240 wird mit dem Burgbau in "Chayersperch" unter einem Lehensherrn des Staufenkaisers Friedrich begonnen.

Bergbaumäßig finden wir 1581 ein Alaunwerk ob Kaiserberg. 1629 den Beginn des Kupfererzabbaues in Lobming und 1755 den Beginn des Grafitbergbaues in Kaiserberg. 1776 wird eine Schule im Ort gegründet und 1789 erhält die Pfarrkirche ihre heutige Gestalt. Bis 1793 war die Burg besiedelt, dann begann der Burgherr Graf Breuner sie abzutragen. Gleichzeitig wurde am Fuß des Burgberges das Neuschloss errichtet. Im Jahre 1809 wird die Burg in den Franzosenkriegen gänzlich zerstört.

Franz Ressel, der Erfinder der Schiffsschraube, hat 1828 im Schmelzwerk in der Vorlobming den Röhrenkessel für sein Versuchsschiff "Civetta" bauen lassen. Dieser Kessel brachte durch das Schmelzen eines Kupferrohres bei der Probefahrt Ressels Schiffschraube in Misskredit und diese bedeutende Erfindung wurde in Österreich zur Seite gelegt.

1848 wird St.Stefan eine selbsständige Gemeinde und erhält 1860 Anschluss an die Südbahn. 1862 kauft Baron Mayr-Melnhof den Grafitbergbau, das Eisenwerk Lobming und den Chromerzbergbau in Chromberg. Später wird im Chromwerkgraben noch einmal mit Bergbau begonnen. Man findet Magnesit, baut diesen aber nur kurzzeitig ab.

1866 wird das ehemalige Schulhaus adapiert und 1904 erhält die Lobming eine eigene Schule, welche im Jahre 1969 aufgelöst wurde.
Aus der neueren Geschichte, die zwar auch sehr reichhaltig ist, soll der Ausbau der Triester Bundesstrasse 1934 erwähnt werden. Im zweiten Weltkrieg blieb der Ort von Schäden verschont. Nach dem Krieg waren Russen und Engländer kurzzeitig Besatzer im Ort. Seit 1945 wird hier ununterbrochen durch Zusammenarbeit Aller wesentliche Aufbauarbeit geleistet. 1971 hat die Gemeinde von der Steiermärkischen Landesregierung das Gemeindewappen erhalten. Es zeigt auf blauem Hintergrund eine silberne Burg (Kaiserberg), die auf einem silbernen Dreiberg mit Mundloch steht (Chromwerk, Kaiserberg, Lobming). Im unteren Teil des Wappenschildes befindet sich die goldene Schiffsschraube.
1975 wurde das neue Amtsgebäude am Dorfplatz eröffnet und 1976 die neue Volksschule. In den Jahren 1978/79 wurde der Pfarrhof umgestaltet und 1987 die Renovierung der Pfarrkirche und deren Außenanlage abgeschlossen.
Mit 1.Jänner 1981 wurde der Ortsteil Greith in das Gemeindegebiet eingegliedert.
Im Juni 1988 wurde der Straßenknoten der S36 dem Verkehr übergeben. Seit 2005 ist die Gemeinde der geographische Mittelpunkt der Steiermark, festgestellt von der Universität Graz.
Last Updated on Monday, 30 November 2009 23:30
 
 
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